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Dunkle Tiefen
FanPro Fantasy Productions GmbH
Mai 2005
3-89064-538-0
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Inhalt:
"Eine kleine Zwergenbinge im Eisenwald, 1028 BF: Bei ihrer Suche nach Erz
stoßen Ortosch Sohn des Murtorog und seine Verwandten überraschend auf einen
alten Kohleförderschacht. Die Freude über das noch immer reiche Vorkommen
des seltenen Rohstoffs ist zunächst groß, doch in der dunklen Tiefe lauert
ein lang vergessenes Unheil, das den Angroschim zum Verhängnis zu werden
droht ..."
Ein kleiner Ausflug in die Historie dieser Zwerge:
Die Sippe ist nach ihrem Stammvater Mirschag Sohn des Ugin benannt, einem Helden aus
längst vergangenen Tagen, dessen Lebensgeschichte im Verlauf des Romans als Legende
zum Besten gegeben wird. Der Stammbaum zeigt nur die wichtigsten Mitglieder der Sippe,
vornehmlich jene, die in der Binge leben, in der "Dunkle Tiefen" spielt. Es wäre zu
verwirrend auch sämtliche Seitenzweige aufzunehmen, die sich in anderen Bingen oder
in den Städten der Menschen angesiedelt haben.
Eine Besonderheit der Mirschag-Sippe fällt rasch ins Auge: Die männlichen Nachkommen
werden stets als Mehrlinge geboren, was selbst unter Zwergen ungewöhnlich ist und gern
als besonderer Segen ihres Gottes Angrosch gedeutet wird. Vermutlich hat diese hohe
Fruchtbarkeit jedoch einst den Neid und die Furcht anderer Sippen erregt, sodass darin
der wahre Grund für den Sippenkrieg zu suchen ist, der die Mirschag-Sippe schließlich
ihrer alten Heimat beraubte.
Kommentar:
"Dunkle Tiefen" ist der düsterste Roman, den ich bislang geschrieben habe.
Während in "Tag des Zorns" eine Bande abenteuerlustiger Jungzwerge für eine
eher heitere Grundstimmung gesorgt hat, steht mit Ortosch Sohn des Murtorog
in "Dunkle Tiefen" ein alles andere als fröhlich veranlagter Protagonist im
Mittelpunkt. Aber auch dem Rest der Mirschag-Sippe vergeht angesichts der
schrecklichen Ereignisse schnell das Lachen.
Die Mirschag-Sippe ist eine Gruppe von Amboss-Zwergen, die sich nach einem
verlorenen Sippenkrieg im Eisenwald angesiedelt haben. Viele Anregungen zur
Ausgestaltung ihrer Lebensart, ihres Glaubens und ihrer geschichtlichen Hintergründe
verdanke ich den Texten der Spielhilfe "Angroschs Kinder", die mir freundlicherweise
vorab von FanPro zur Verfügung gestellt wurden. Wie immer habe ich mich bemüht,
bei aller Fantasy möglichst authentisch zu sein und vor allem die aventurischen
Gegebenheiten zu berücksichtigen.
Die Charaktere der Zwerge zu gestalten, ist für mich eine besondere
Herausforderung. Einerseits sind sie - verglichen mit Menschen - sture, kämpferische
"Bartmurmler", aber andererseits auch liebevolle Eltern und "Familienmenschen",
die für ihre Verwandten durch die (Nieder-) Hölle gehen. Und wenn ein Zwerg wie
der andere wäre, würde ein Roman über sie auch reichlich langweilig werden. Also
gibt es in dieser Geschichte verbohrte Traditionalisten und eher pragmatische Macher,
wagemutige Kämpfer und verzagte Hasenherzen, sowie einen Protagonisten, der so seine
Probleme damit hat, den Vorstellungen seines Volkes von einem anständigen Zwerg zu genügen.
Kritiken:
DRoSI.de
Grimoires
Roter Dorn
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