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Titel: |
Blaues Licht |
Klappentext:
Das Bornland im Jahr 371 BF - fest in der Hand der Priesterkaiser.
Der junge Firun-Geweihte Mikail erlebt den fürchterlichen Mord am Weißen Mann,
dem obersten Firun-Geweihten - der Auftakt zu einer Reihe schrecklicher Ritualmorde.
Mikail ist mit der Aufklärung der Morde vollauf beschäftigt, als plötzlich
eine merkwürdige Veränderung in ihm vor sich geht, die ihn zu einem der
wichtigsten Heiligen der Firun-Kirche machen wird: Mikail von Bjaldorn.
Kommentar:
Nach "Tag des Zorns" schrieb ich zunächst einen anderen Roman, der überhaupt
nichts mit Fantasy zu tun hat, aber dann trieb es mich doch wieder unaufhaltsam
in die Gefilde fremder Welten. Dieses Mal hatte ich alle Zeit der Welt und das
beruhigende Wissen, dass meine Arbeit nicht gleich in irgendeinem Papierkorb
landen würde. Bessere Voraussetzungen kann ich mir kaum vorstellen.
"Blaues Licht" zu schreiben, hat ein halbes Jahr gedauert, in dem die Geschichte
ein gewisses Eigenleben entwickelte. Als ich anfing, daran zu arbeiten, hatte
ich nur ein paar feste Stationen der Handlung und eine vage Vorstellung von den
Hauptcharakteren. Alles andere ergab sich beim Schreiben; gerade so, als hätten
einige Leute nur darauf gewartet, dass ich ihre Geschichte erzähle. Allen voran
natürlich Henk.
Da ich gern über den hohen Norden schreiben wollte, bot sich der Hl. Mikail als
Thema an, weil über ihn so gut wie nichts von offizieller Seite bekannt ist.
Mit seiner Geschichte wollte ich auch aufzeigen, dass die aventurischen Götter
nicht nach menschlichen Maßstäben und Moralvorstellungen handeln, sondern ihre
Wege für den Sterblichen tatsächlich "unergründlich" bleiben. Gerade Firun als
unbarmherzigen Herrscher über den Frost und die Jagd fand ich dabei reizvoll.
Jenseits der ausgetretenen Rondra-Geweihten-Pfade gibt es schließlich noch mehr
in Aventurien.
Besonderen Spaß hat mir gemacht, das Bornland und vor allem Bjaldorn zur
heimlichen Hauptfigur des Romans zu erheben. Man muss zwar keine Vorkenntnisse
haben, um die Geschichte zu verstehen, aber wer seine Bornland-Box kennt,
wird wahrscheinlich vieles im Drumherum wiedererkennen. Der Roman ist gespickt
mit Details und Andeutungen, die dem "unbedarften" Leser nicht auffallen, aber
dem Kenner hoffentlich Freude bereiten. Ich habe viele Namen, Ortsangaben,
Lebensgeschichten, etc. ganz bewusst so ausgewählt, dass sie einen stimmigen
Bezug zur bornländischen Geschichte haben. Das ist die Art, wie ich mir einen
guten DSA-Roman vorstelle, weil ich selbst so etwas lesen will.
Sehr gefreut hat mich auch der 3. Platz des Deutschen Rollenspielpreises in der
Kategorie "Beliebtester Roman 2003" für "Blaues Licht".
Kritiken:
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